Solid State Disk
Kennen Sie das: Sie booten Ihren Rechner und können erst mal Kaffee holen gehen? Oder Sie
starten eine Anwendung und es dauert und dauert? Schuld daran ist die Tatsache, dass
Applikationen und Daten erst von der Festplatte in den Hauptspeicher geladen werden müssen,
bevor die CPU sie verarbeiten kann.
Abhilfe versprechen Solid State Disks. Eine Solid State Disk (SSD) ist ein Speichermedium,
das aus nichtflüchtigen Flash-Speicher-Bausteinen aufgebaut ist. Nichtflüchtig bedeutet, dass
die gespeicherten Daten auch nach dem Ausschalten des Rechners erhalten bleiben und beim erneuten
Einschalten wieder zur Verfügung stehen.
Vorteile
- Rasante Reaktion durch extrem kurze Zugriffzeiten.
- Der Wegfall mechanischer Bauteile bewirkt eine höhere Schocktoleranz.
- Geringer Stromverbrauch.
- Geringes Gewicht.
- Arbeitet lautlos und gibt so gut wie keine Wärme ab.
- Weitere Temperaturgrenzen und geringere Empfindlichkeit gegenüber starken Temperaturschwankungen.
Diese Eigenschaften prädestinieren Solid State Disks für den mobilen Einsatz.
Nachteile
- Flash-Speicherzellen können nicht beliebig oft beschrieben werden.
Abhilfe: Spezielle Verfahren sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Daten.
Die SSD tauscht defekte Zellen automatisch gegen Reservezellen.
- Noch vergleichsweise hoher Preis. Laut Samsung steht der Eintritt in den Massenmarkt bevor und
damit ein Verfall der Preise.
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Hybrid-Festplattten / Hybrid-Disks
Hybrid-Festplattten versuchen die Vorteile herkömmlicher Festplatten - niedriger Preis bei hohen
Transferraten - mit denen der Solid State Disks - geringer Stromverbrauch und kurze Zugrifsszeiten -
zu kombinieren. Hybrid-Festplattten enthalten neben Magnetscheiben auch zusätzlichen Flash-Speicher.
Dieser dient als schneller Datenpuffer.
Häufig benötigte Daten werden im schnellen Flash-Speicher gehalten und stehen bei Bedarf in kürzester Zeit
zur Verfügung. Die Magnetscheiben werden erst dann aktiviert, wenn beim Lesen Daten nicht im als Cache
genutzten Flash-Speicher zu finden sind oder beim Schreiben der Flash-Speicher bereits voll ist.
Hybrid-Festplatten benötigen weniger Energie, weil sich die Magnetscheiben weniger oft drehen und
arbeiten im "Flash"-Modus lautlos.
Um die Vorteile einer Hybrid-Festplatte nutzen zu können, muss das Betriebsystem diese unterstützen.
Der Windows XP-Nachfolger Windows Vista ist das erste Betriebssystem das direkt auf den Flashspeicher
einer Hybrid-Disk zugreifen kann. "Superfetch" verkürzt den Start von Anwendungen, indem es analysiert,
welche Programme besonders oft genutzt werden und lädt diese in den Flash-Speicher. Auf diese Weise
soll auch dem Phänomen begegnet werden, dass Windows mit zunehmender Nutzungsdauer immer langsamer wird.
Um das "Vista Ready"-Logo zu erhalten, müssen Notebooks ab Mitte nächsten Jahres mit Hybrid-Festplatten
ausgestattet sein. Das Verfahren wird von Microsoft als "ReadyDrive" bezeichnet.
In Kürze will Samsung erste Hybrid-Festplatten auf den Massenmarkt bringen. Bei den ersten Modellen wird der
Flash-Speicher zwischen 128 und 256 MB groß sein. Die Laufwerke verwenden OneNand-Chips, die deutlich
schneller arbeiten als herkömmliche Flash-Chips.
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