Externe Festplatten
Früher oder später werden Sie feststellen: Speicher kann man nie genug haben. Dies gilt für Arbeitsspeicher
und erst recht für Festplattenspeicher.
Und in der Regel werden Sie das eher früher als später feststellen.
Wohin also mit den Daten, wenn die internen Festplatten überzulaufen drohen?
Eine einfache Lösung bieten externe Festplatten. Also zum nächsten Händler gehen, eine externe Disk
nach Wahl erstehen, anschließen, fertig. Im Prinzip ist es so einfach. Aber wie bei vielen Produkten
gibt es auch bei externen Festplatten eine große Auswahl und damit eine Reihe von Dingen, die zu
berücksichtigen sind.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Arten von externen Festplatten es gibt und was Sie beim Kauf beachten
sollten.
Über das aktuelle Angebot an externen Festplatten können Sie sich hier informieren.
Formfaktor und Schnittstellen
Externe Festplatten werden in den Größenklassen 1-, 1,8-, 2,5- und 3,5-Zoll ausgeliefert. Der Formfaktor
hat entscheidenden Einfluss auf Eigenschaften wie Performanz, Mobilität, Strombedarf und Lautstärke. Mehr
dazu lesen Sie weiter unten.
Als Anschlüsse bieten die meisten Hersteller USB 2.0 und Firewire 400 bzw. Firewire 800. S-ATA oder ein
100-MBit-Netzwerkanschluss sind zwar möglich, aber nicht die Regel.
Performanz
Für die Performanz sind verschiedene Kriterien ausschlaggebend. Zunächst einmal wären hier die
Umdrehungsgeschwindigkeit der Magnetscheiben (gemessen in RPM: Rotation per Minute / Umdrehungen pro Minute)
und die Transferrate zu nennen. Die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt zwischen 3.600 RPM bei 1-Zoll- und
7.200 RPM bei 3,5-Zoll-Disks. Die Transferraten sind entsprechend zwischen 5 MByte/s und über 55 MByte/s.
Nadelöhr bei den großen Festplatten ist die Umwandlung des IDE-Signals in das jeweilige Signal der USB-
oder Firewire 400-Schnittstelle. Firewire 800 stellt mit seinen hohen Übertragungsraten auch bei schnellen
Platten keinen Engpass dar.
Mobilität
In Sachen Mobilität punkten natürlich die Festplatten mit kleinem Formfaktor. Insbesondere die Disks der
1,8-Zoll-Klasse bieten eine gute Kombination aus Leistung und Mobilität. Zwar sind auch die
3,5-Zoll-Festplatten zum Mitnehmen geeignet. Wegen ihres höheren Gewichts und dem benötigten Netzteil
sind sie aber für den täglichen Einsatz unterwegs nicht wirklich empfehlenswert.
Apropos Netzteil: Viele 2,5-Zoll-Disks werden ohne Netzteil geliefert und werden über die USB-Schnittstelle
mit Strom versorgt. Diese liefert maximal 500 mA, was während des Betriebs auch ausreicht. Für den Anlauf
der Magnetscheiben benötigen die Platten meist deutlich mehr. Dieser Mehrbedarf kann zu Schäden am System
führen. Abhilfe schafft ein separates Netzteil.
Lautstärke
Was die Lautstärke angeht, schlagen die Kleinen die Großen. Durch die höheren Umdrehungsgeschwindigkeiten,
die stärkere Wärmeentwicklung und die deswegen benötigten Lüfter machen die 3,5-Zoll-Platten deutlich mehr
Lärm als ihre kompakteren Kollegen.
Gut zu wissen
Beachten Sie beim Lesen von Testberichten bzw. beim Kauf externer Festplatten Folgendes:
Die Hersteller mobiler Festplatten
wechseln regelmäßig die verwendeten Disks. Der Hersteller kauft eine Charge Platten, verbaut diese und
verwendet für die nächste Charge unter Umständen ganz andere Harddisks.
Wer mit einem Schraubenzieher umgehen kann, kann sich alternativ seine externe Festplatte selbst
zusammenbauen. Passende Gehäuse gibt es bei
Ebay
oder im Fachhandel. Die gewünschte Festplatte einbauen.
Fertig.
Fazit
Externe Festplatten eignen sich, egal ob Sie Filme, Fotos, MP3 oder Ihr Backup abspeichern wollen.
Große Platten sind schnell und preiswert, dafür aber laut. Umgekehrt haben kleine Platten geringe
Übertragungsraten und der Preis pro Gigabyte ist hoch.
Sie wissen nicht wohin mit Ihren Daten. Externe Festplatten schaffen Platz.
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